Wie heißt das Unternehmen genau?
Erst verstehen, dann beauftragen
Ist es Information – oder erteilen Sie bereits einen Auftrag?
Viele Internetseiten sehen hilfreich und unabhängig aus. Hinter dem Angebot kann aber ein Unternehmen stehen, das Pflegehilfsmittel liefert und mit der Pflegekasse abrechnet. Das ist nicht automatisch falsch. Sie sollten es nur wissen und bewusst entscheiden.
So kann der Weg ablaufen
Von der Suche zur regelmäßigen Lieferung
- Sie suchen bei Google nach Hilfe.Eine gut gestaltete Seite bietet einen kostenlosen Antrag oder eine kostenlose Pflegebox an.
- Sie füllen ein Formular aus.Dabei werden möglicherweise Pflegegrad, Krankenkasse, Versichertennummer und Kontaktdaten abgefragt.
- Ein Unternehmen ruft an.Im Gespräch werden weitere Angaben erfragt oder eine Zustimmung eingeholt.
- Der Anbieter stellt den Antrag.Er beantragt die Versorgung in Ihrem Namen und rechnet später direkt mit der Pflegekasse ab.
- Produkte werden regelmäßig geliefert.Manchmal passen die Produkte nicht zum tatsächlichen Bedarf oder wurden nicht bewusst ausgewählt.
Vor einer Zustimmung
Sieben einfache Fragen
Ist es meine Pflegekasse oder ein privater Anbieter?
Was beauftrage ich mit meiner Unterschrift oder meinem Klick?
Welche persönlichen Daten erhält das Unternehmen?
Welche Produkte werden geliefert und brauche ich diese wirklich?
Wird einmalig oder regelmäßig geliefert?
Wie kann ich widerrufen, ändern oder beenden?
Nehmen Sie sich Zeit. Sie können Pflegehilfsmittel auch selbst bei Ihrer Pflegekasse beantragen. Sie müssen einen fremden Anbieter nicht am Telefon beauftragen.
Bei einem unerwarteten Anruf
Geben Sie keine Angaben heraus
Nennen Sie unbekannten Anrufenden nicht Ihren Pflegegrad, Ihre Versichertennummer oder Einzelheiten zu Ihrer Gesundheit. Fragen Sie nach Name, Unternehmen, Grund des Anrufs und Herkunft Ihrer Daten. Wenn Sie den Anruf nicht veranlasst haben, beenden Sie das Gespräch.
Werbeanrufe ohne vorherige Einwilligung sind grundsätzlich nicht erlaubt. Sie können solche Anrufe bei der Bundesnetzagentur melden.
Werbeanruf melden ↗Wenn bereits etwas geliefert wurde
Nichts überstürzen
- Unterschreiben Sie nichts nachträglich.
- Schreiben Sie dem Anbieter, dass Sie nichts bestellt haben oder widerrufen möchten.
- Informieren Sie Ihre Pflegekasse.
- Bewahren Sie Schreiben, E-Mails und Angaben zum Anruf auf.
- Nutzen Sie bei Bedarf die Beratung und den Musterbrief der Verbraucherzentrale.
Was Hilfsmittelantrag.de nicht macht
Wir verdienen nicht an Ihrer Versorgung.
- Wir verkaufen keine Hilfsmittel oder Pflegeboxen.
- Wir stellen keinen Antrag in Ihrem Namen.
- Wir fragen keine Versichertennummer ab.
- Wir geben keine Antworten an Anbieter weiter.
- Wir erhalten keine Provision und rechnen nichts mit einer Kasse ab.
Dieser klare Abstand ist ein Grund, warum Hilfsmittelantrag.de aufgebaut wird. Die Warnung beruht neben öffentlichen Verbraucherhinweisen auch auf eigener Erfahrung mit solchen Such- und Kontaktwegen.
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